01/2010: Ganz ehrlich: die von Umweltminister Röttgen angestrebten und wohl ncht mehr zu verhindernden Kürzungen der Subventionen in der Solarbranche waren zu erwarten gewesen. Was verwundert: der ganz große Schnitt ist sogar ausgeblieben. Ein kleines Entgegenkommen? Röttgen macht bisher den Anschein, als sei er am ehesten für die Lobbypolitik der Atombranche empfänglich und wollte es sich wohl nicht ganz verderben bei denjenigen, die auf die Energie der Zukunft setzen. Doch unter dem Strich wirft Röttgen einen Schatten auf die Branche, die darunter zu leiden hat. Gerade jetzt, da sie sich auch den Angeboten aus Asien, speziell aus China vermehrt erwehren muss. Sonnige Aussichten sehen anders aus. Die Bundesrepublik hätte wohl mehr Weitsicht bewiesen, wenn sie die Kürzung stufenweise angegangen wäre. Das fordert auch Hermann Scheer (Präsident Eurosolar). Auch flankierende Maßnahmen wie mehr Geld für die Forschung oder Steuerregelungen würden Sinn machen. Klar, es hätte noch schlimmer kommen können, der Markt wird sich regulieren, aber es bleibt zu hoffen, dass Deutschland nicht im globalen Wettrennen benachteiligt wird und weiterhin für alle, auch für die vermeintlich Kleinen, ein Stück vom Kuchen abfällt.